Zinsen und Preise wieder stabiler: Immobilienmarkt entwickelt sich positiv

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„Es ist Normalität eingekehrt.“ Prägnant fasst Bastian von Grumbkow das erste Quartal des Jahres auf dem Immobilienmarkt zusammen. Für den Geschäftsführer von Laufenberg Immobilien nach Jahren der Extreme eine ungewohnte Situation.

„Die Zinsen haben sich auf moderatem Niveau stabilisiert, die Immobilienpreise verändern sich ebenfalls nur wenig“, berichtet Bastian von Grumbkow. „Die Nachfrage ist wieder da, aber wir müssen keine Anfragen in vierstelliger Höhe mehr bewältigen.“ Wie lange dieser Zustand anhält, wagt er nicht zu prognostizieren. „Die neue Regierung in Deutschland, Präsident Trump in den USA, der andauernde Ukrainekrieg und der Nahostkonflikt trüben den Blick in die Zukunft.“

Ob für Eigentümer, die mit dem Gedanken an einen Verkauf spielen oder für Kaufinteressenten – der Rat des Immobilienprofis ist daher der Gleiche: „Warten Sie nicht, gehen Sie Ihre Vorhaben an. Eine wesentliche Verbesserung der Situation ist unwahrscheinlich.“

Leicht steigende Preise

Aktuell geben die stabilen Zinsen in Höhe von etwa 3,3 Prozent bei zehnjähriger Zinsbindung den Käufern Sicherheit. Finanzexperten gehen für den weiteren Jahresverlauf von einer Seitwärtsbewegung der Bauzinsen ohne signifikante Ausschläge nach oben oder unten aus.

„Die steigende Nachfrage wirkt sich zwar etwas auf die Immobilienpreise aus, aber nur marginal“, berichtet Bastian von Grumbkow. Das bilden auch die jüngsten Daten aus dem German Real Estate Index (GREIX), der ausschließlich auf notariell beglaubigten Kaufpreisen basiert, ab.

Er zeigt, dass die Preise für Eigentumswohnungen im dritten Quartal 2024 im Vergleich zum zweiten Quartal um 1,4 Prozent gestiegen sind. Einfamilienhäuser wurden im gleichen Zeitraum 1,3 Prozent teurer.

„Für das erste Quartal 2025 liegen die offiziellen Zahlen noch nicht vor, aber die Tendenz aus der zweiten Hälfte des Vorjahres wird sich in vergleichbarem Rahmen fortsetzen“, vermutet Bastian vom Grumbkow. „Für Eigentümer gibt es also eine leicht positive Tendenz, aber keine Preissprünge mehr, wie wir sie in den Jahren der Niedrigzinsen erlebt haben.“

Wie stark die Nachfrage wieder steigt, zeigt ein Blick in die Kundendatenbank von Laufenberg Immobilien. Während 2023 nur 3.763 Kaufinteressenten ein kostenfreies Suchprofil angelegt haben, waren es im Folgejahr 5.092 – also 35 Prozent mehr. Insgesamt haben im Großraum Düsseldorf/Köln rund 28.000 Kaufinteressenten ihre Suchwünsche bei Laufenberg Immobilien hinterlegt und erhalten alle passenden Angebote automatisch per E-Mail.

Sanierungsstand wichtig

Besonders starke Auswirkungen auf die Preisentwicklung von Immobilien haben seit dem Beginn des Ukrainekriegs der Sanierungsstand und die Energieeffizienz. „Bei energetisch schlecht aufgestellten Immobilien haben wir in den vergangenen beiden Jahren den stärksten Preisrückgang erlebt“, schildert Bastian von Grumbkow. „Aktuell sind sie von den leichten Preissteigerungen ausgenommen.“ Grund dafür sind die gestiegenen Kosten für Baumaterial und Energie.

„Banken schauen bei sanierungsbedürftigen Immobilien inzwischen sehr genau hin, berichtet Bastian von Grumbkow. Für Käufer ist es in diesen Fällen deutlich schwieriger geworden, eine Finanzierungszusage zu erhalten.“ Dabei würden auch die politischen Rahmenbedingungen eine Rolle spielen. „Im vergangenen Jahr hat das Heizungsgesetz für Furore gesorgt und niemand weiß, welche Vorschriften uns künftig erwarten. Das macht Finanzierungen für Banken natürlich risikoreicher.“

Wer wissen möchte, wie viel seine Immobilie aktuell wert ist, kann die kostenfreie und unverbindliche Marktwertermittlung von Laufenberg Immobilien nutzen.