Grundsteuer C: Was Eigentümer jetzt wissen sollten

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Mit Wirkung zum 1. Januar 2027 führt die Stadt Dormagen die sogenannte Grundsteuer C ein. Betroffen sind baureife, bislang unbebaute Grundstücke. Ziel der neuen Regelung ist es laut Stadt, zusätzliche Anreize für die Schaffung von Wohnraum zu setzen und langfristig ungenutzte Bauflächen stärker zu aktivieren.

Das Thema gewinnt aktuell bundesweit an Bedeutung – auch wenn bislang nur wenige Kommunen diesen Schritt tatsächlich gegangen sind. Anfang 2026 hatten in ganz NRW erst vier Städte die Grundsteuer C eingeführt. Neben Dormagen gehört dazu beispielsweise auch Monheim am Rhein, wo für bestimmte Grundstücke sogar ein Hebesatz von 10.000 Prozent beschlossen wurde.

Was ist die Grundsteuer C überhaupt?

Die Grundsteuer C ist eine zusätzliche Grundsteuer für baureife, aber unbebaute Grundstücke. Städte und Gemeinden können sie seit der Grundsteuerreform individuell einführen.

Die Idee dahinter: Grundstücke, die theoretisch bebaut werden könnten, sollen nicht dauerhaft ungenutzt bleiben. Kommunen erhalten damit ein Instrument, um Baulandmobilisierung zu fördern und innerstädtische Entwicklung voranzutreiben.

Für Eigentümer bedeutet das jedoch vor allem: Unbebaute Grundstücke geraten stärker in den Fokus kommunaler Planung und Besteuerung.

Was bedeutet die Grundsteuer C konkret für Dormagener Eigentümer?

Nach aktuellem Stand listet die Stadt Dormagen rund 236 Grundstücke auf, die künftig unter die Grundsteuer C fallen könnten. Betroffen sind Grundstücke unter anderem in Dormagen, Nievenheim, Zons, Hackenbroich, Straberg und Gohr.

Der geplante Hebesatz liegt bei 3.050 Prozent – deutlich höher als die bisherige Grundsteuer B mit aktuell 610 Prozent.

Die Stadt betont dabei ausdrücklich, dass es nicht um eine Belastung „um ihrer selbst willen“ gehe, sondern darum, ungenutzte Bauflächen stärker zu aktivieren. Gleichzeitig sollen betroffene Eigentümer angeschrieben und über mögliche Optionen informiert werden.

Wichtig zu wissen bei der Grundsteuer C:

Nicht jedes unbebaute Grundstück wird automatisch betroffen sein. Entscheidend ist insbesondere, ob ein Grundstück als „baureif“ eingestuft wird.

Viele Eigentümer stellen sich deshalb aktuell Fragen wie:

  • Gilt mein Grundstück überhaupt als baureif?
  • Welche laufenden Kosten entstehen künftig?
  • Ist Halten wirtschaftlich weiterhin sinnvoll?
  • Welche Alternativen gibt es?

Bodenrichtwert ≠ tatsächlicher Marktwert

In diesem Zusammenhang wird häufig über Bodenrichtwerte gesprochen. Dabei ist wichtig zu wissen:

Der Bodenrichtwert ist lediglich ein Orientierungswert – nicht automatisch der reale Verkaufspreis.

Gerade in gefragten Lagen zwischen Köln und Düsseldorf erleben wir regelmäßig, dass attraktive Grundstücke deutlich über dem Bodenrichtwert verkauft werden können. Faktoren wie:

  • Mikrolage
  • Grundstückszuschnitt
  • Bebauungsmöglichkeiten
  • Nachfrage
  • Seltenheit von Baugrundstücken

haben oftmals erheblichen Einfluss auf den tatsächlichen Marktwert.

Das gilt nicht nur für Dormagen, sondern ebenso für viele Städte und Gemeinden im gesamten Rhein-Kreis Neuss, im Kreis Mettmann sowie im Umland.

Jetzt strategisch prüfen statt später unter Zeitdruck entscheiden

Die Einführung der Grundsteuer C bedeutet nicht automatisch, dass Eigentümer kurzfristig handeln müssen. Sie führt aber dazu, dass viele Grundstücke neu bewertet und strategisch betrachtet werden.

Dabei gibt es keine pauschale Lösung. Für manche Eigentümer ist eine Bebauung interessant, andere möchten innerhalb der Familie planen, wieder andere prüfen erstmals einen Verkauf.

Wichtig ist vor allem, frühzeitig Transparenz über die eigene Situation zu bekommen.

Als regionaler Immobilienpartner beobachten wir die Entwicklungen rund um die Grundsteuer C sehr genau und unterstützen Eigentümer gerne bei einer realistischen Einschätzung:

  • Wie ist mein Grundstück aktuell am Markt einzuordnen?
  • Welche Potenziale bestehen tatsächlich?
  • Welche Zielgruppen kommen infrage?
  • Und welche Optionen sind wirtschaftlich sinnvoll?

Denn gerade in einem sich verändernden Marktumfeld wird eine fundierte, regionale Marktkenntnis immer wichtiger.

 

Bild: KI-generiert mit OpenAI / ChatGPT

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